Mit einem Kooperationsprojekt zu den genetischen Ursachen des Marfan-Syndroms und ähnlicher Erkrankungen haben sich die Humangenetik der Ruhr-Universität Bochum und das Institut für Herz-Kreislaufforschung der Universität Witten/Herdecke um den mit 50.000€ dotierten Eva Luise Köhler Forschungspreis für Seltene Erkrankungen 2011 beworben.

Das Preisgeld soll eine umfassende genetische Analyse von zwanzig Patienten mit Verdacht auf Marfan-Syndrom ermöglichen. Zur Anwendung kommt dabei ein neues auf DNA-Chips basierendes Verfahren, das derzeit in einer Zusammenarbeit des Witten/Herdecker Institutes mit dem Institut für Humangenetik der Medizinischen Hochschule Hannover und dem Unternehmen CorTAG GmbH entwickelt wird. Das für den Forschungspreis eingereichte Vorhaben soll klären, ob in den Patienten mitunter mehrere krankheitsverursachende Genmutationen vorliegen. Beantwortet werden soll außerdem die Frage, ob das neue Verfahren dazu beitragen kann, die differentialdiagnostische Abgrenzung des Marfan-Syndroms von ähnlichen Erkrankungen zu verbessern.

Dr. rer. nat. Stephan Waldmüller
Private Universität Witten/Herdecke gGmbH
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Institut für Herz-Kreislaufforschung
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