Bei der Duraektasie kann sowohl eine Nervenwasserpunktion als auch eine Epi- oder Periduralnarkose (Betäubung des Rückenmarks abwärts der Punktionsstelle im Bereich der Lendenwirbelsäule) durchgeführt werden. Allerdings sollte vorher möglichst eine MRT-(=Kernspin-)Aufnahme der Wirbelsäule durchgeführt werden.

Auch zur Diagnose eines spontanen Austrittes von Nervenwasser (Liquor-Leck), wie es beim Marfan-Syndrom vorkommt, kann eine Punktion ohne gesteigertes Risiko erfolgen. Ebenso auch beim Hineinspritzen von Eigenblut in den Raum neben dem Rückenmark (Epiduralraum), wie es bei seltenen Unterdrucksyndromen im Rahmen der Marfan-Krankheit notwendig werden kann.

/ Dr. med. Harald Prüß, Experimentelle Neurologie und Klinik für Neurologie, Berlin